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Wohnungseinbruch

Die Zahl der Wohnungseinbrüche steigt bundesweit nicht zuletzt, weil viele Objekte nicht oder nur unzureichend gesichert sind. Die Eigentümer müssen zeitnah effiziente Schutzmaßnahmen ergreifen, denn die Einbrecher entwickeln immer ausgefeiltere Strategien.

Steigendes Risiko

Im vergangenen Jahr registrierte die Polizei mehr als 150.000 Einbruchsdelikte, die Anzahl steigt stetig und über den Wohnungsneubau hinaus. Wer jetzt als Grundeigentümer nicht an effiziente Sicherheitstechnik denkt, handelt grob fahrlässig, denn das Einbruchsrisiko wächst beständig an. Während 2009 noch 110.000 Einbrüche bekannt wurden, stieg die Anzahl fünf Jahre später bereits auf 151.000 Delikte. Auch der Schadensumfang hat sich deutlich erhöht.

Sicherheitsmaßnahmen verhindern Einbruchsdiebstähle

Bei den Tätern handelt es sich meist nicht um Profis, sie rekrutieren sich einerseits im Drogenmilieu und andererseits aus südosteuropäischen Banden. Die sind meist nicht sonderlich geübt und geben angesichts von Sicherheitsvorkehrungen nach wenigen Minuten auf. Gut 41 Prozent aller Einbrüche kamen 2014 nicht über das Versuchsstadium hinaus, weil Fenster und Türen mit soliden Riegeln versehen waren. Es sind also oft die eher einfachen Maßnahmen, die wirksam abschrecken.

Jedes zweite Anwesen nicht ausreichend geschützt

Das schafft gerade in der dunklen Jahreszeit verlockende Anreize für kriminelle Elemente. Laut den Versicherungsexperten passieren in der Vorweihnachtszeit knapp 30 Prozent aller Einbrüche. Gleichwohl spekulieren viele Hausbesitzer auf ihr Glück und zeigen wenig Bereitschaft zu sinnvollen Schutzmaßnahmen. Darüber ärgern sich auch die Anbieter von Schutztechniken.

Die Branche beklagt mangelndes Interesse

Der deutsche Markt für Sicherheitstechnik setzte im vergangenen Jahr etwa 3,2 Milliarden Euro um und konnte das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr um 3,7 Prozent steigern. Angesichts der Bedrohung erwartete die Branche einen Boom, aber die steigende Nachfrage bleibt aus. Das Desinteresse kann für Hausbesitzer böse Folgen nach sich ziehen, dabei kostet wirksamer Schutz kein Vermögen. Bereits mit dem Einsatz von 2.000 Euro kann ein Eigenheim effektiv abgesichert werden.

Die Hausratversicherung kommt nur für materielle Schäden auf

Während die Versicherung den Ersatz von gestohlenen Gegenständen reguliert, schützt neueste Sicherheitstechnik gegen die oft unterschätzten psychischen Folgen bei Einbrüchen. Wer einmal einen Einbruch mit direktem Täterkontakt erlebt hat, ist auf Jahre nicht mehr so wie vorher.