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Shoppingcenter

In- und ausländische Investoren engagieren sich mit Milliardensummen in hiesigen Einzelhandelsprojekten wie Shoppingcenter. Online-Handel sowie innovative neue Ladenkonzepte verändern jedoch den Markt und gefährden die Renditen. In der Folge werden die Anleger zunehmend nervös.

Steigende Investitionen in Shoppingcenter

Vor allem heimische und ausländische Versicherungen, Pensionskassen sowie Fonds legen verstärkt in deutschen Konsumtempeln an. Während 2014 Investitionen in Höhe von knapp sechs Milliarden Euro registriert wurden, stieg die Summe 2015 um 120 Prozent auf 13 Milliarden Euro an. Gut 60 Prozent des Kapitals wird von ausländischen Geldgebern gestellt, sie investierten im vergangenen Jahr etwa 7,7 Milliarden in bundesdeutsche Handelsimmobilien.

Shoppingcenter standen mit 5,5 Milliarden Euro oder 44 Prozent der gesamten Investitionssumme an der Spitze der begehrten Einzelhandelsobjekte.

Wachsender Online-Handel und steigende Immobilienpreise lassen die Renditen schrumpfen

Viele Investoren gehen mittlerweile von weniger Rendite als zunächst angenommen aus. Grund dafür ist die enorm hohe Nachfrage an Geschäftsimmobilien, welche letztendlich über steigende Preise zu sinkenden Erträgen führt. Einigen wird bewusst, dass die prognostizierte Kaufkraftsteigerung unter den Verbrauchern die höheren Kosten allein nicht auffangen kann. Zudem erobert der Online-Handel zunehmend Marktanteile, auch dieser Umstand lässt die Investoren nervös werden.

Shoppingcenter und Einzelhandelsgeschäfte spüren den neuen Trend E-Commerce über geringere Zuwachsraten. Während der Online-Handel seit Jahren zweistelliges Wachstum zeigt, müssen sich die feststehenden Geschäfte mit plus 0,7 bis 2,0 Prozent Umsatzsteigerung zufriedengeben. Da die Webseitenbetreiber jetzt auch noch Ladengeschäfte eröffnen wollen, muss der stationäre Einzelhandel immer größere Anstrengungen unternehmen, um Kunden für sich zu gewinnen. Denn auch die etablierten Internetunternehmen haben erkannt, dass Kunden die Angebote vor dem Erwerb gerne anfassen und begutachten möchten.

Ein neuer Trend

Während der Online-Handel riesige Sortimente bequem auf Webseiten zur Schau stellen kann, sind Fachgeschäfte und Shoppingcenter meist räumlich begrenzt. Die Produzenten hochwertiger Konsumgüter richten daher zunehmend sogenannte Flagship-Stores ein und konzentrieren sich dabei vorwiegend auf Premiumlagen. Mit diesem Konzept bieten die Hersteller eine Alternative zum E-Commerce und präsentieren den Verbrauchern die komplette Produktbandbreite zum Anfassen.

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