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Nachhaltige Geldanlage

Nachhaltige Geldanlagen sind mittlerweile so beliebt, dass auch kleinere Performancedellen nicht an der Popularität kratzen können: Ein gutes Gewissen ist den meisten Anlegern zwei Prozent der Rendite wert. Wer sein Vermögen nachhaltig investieren möchte, muss vor allem gesundes Misstrauen bewahren und sich kompetent beraten lassen.

Umfangreiche Möglichkeiten lassen den Wunsch nach einheitlichen Regeln aufkommen

Wer nachhaltige Geldanlagen zur Weltverbesserung einsetzen möchte, kann dies bequem im Internet erledigen. Die Anbieter locken mit Investment-Optionen in Umweltfonds, Genussrechten von Windkraft-Unternehmen oder Aktien von Solarunternehmen und versprechen mit dem Einsatz der Gelder eine sauberere Erde.

Nachhaltige Geldanlagen genießen inzwischen eine höhere Attraktivität als ehrenamtliche Tätigkeiten, vielen Anlegern ist ihr gutes Gewissen bis zu zwei Prozent der Erträge wert. Die hohe Nachfrage bringt die unterschiedlichsten Geldanlagemöglichkeiten mit grünem Hintergrund hervor, das umfassende Angebot hilft jedoch interessierten Anlegern nur wenig weiter. Der Grund: Es fehlen einheitliche Regelungen, für welche Geldanlagen der Begriff Nachhaltigkeit verwendet werden darf. Das Wort Nachhaltigkeit ist sehr dehnbar, genau genommen fällt auch ein Atomstromproduzent darunter, solange er sich fürsorglich um seine Angestellten kümmert. Anleger müssen derartige Geldanlagen daher mit misstrauischer Vorsicht auswählen.

Green Bonds im Aufwind

Wer auf Sicherheit bedacht ist und deswegen bei Festgeld bleiben möchte, ist beim Gedanken an Nachhaltigkeit besser mit einer Umweltbank oder mit einem Ethik-Institut bedient. Während klassische Filialbanken überall dort anlegen, wo die größten Erträge winken, investieren Alternativbanken beispielsweise nicht in Unternehmen mit den Geschäftsfeldern Rüstung und Gentechnik.

Mehr Rendite bringen nachhaltige Geldanlagen bei Investitionen in entsprechende Anleihen. Nachhaltige Anleihen werden von der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) ebenso ausgegeben wie von bestimmten Unternehmen. Weltweit legten institutionelle Investoren im vergangenen Jahr 37 Milliarden Dollar in Green Bonds an. Anleger sollten jedoch bedenken, dass bei allen Investments die Anbieter den Begriff Nachhaltigkeit selbst definieren.

Vorsicht vor riskanten Offerten

Wenn nachhaltige Geldanlagen nur bestimmte Projekte finanzieren sollen, ist für private Investoren erhöhte Vorsicht angesagt, denn kaum einer hat Einblick in die wirtschaftliche Tragfähigkeit. Der Fall Prokon ist allen zur Genüge bekannt, bei dem Windkraft-Unternehmen verloren 75.000 Anleger enorme Summen durch Genussrechte.

Wenn Sie sich für nachhaltige Geldanlagen interessieren, sollten Sie sich unbedingt von einem unabhängigen Finanzberater informieren lassen.

Wir stellen Ihnen Portfolios zusammen, die Ihrem Anspruch an Rendite und vor allem Ihren Vorstellungen an nachhaltige, ökologische, soziale und ethische Kriterien gerecht werden. Wir besprechen die Kriterien, gewichten diese nach Ihren individuellen Gesichtspunkten und üperprüfen, welche Fonds welche Aspekte in welchem Grad erfüllen. Es gibt inzwischen glücklicherweise schon einige Fonds, die vielen dieser Kriterien gerecht werden und gleichzeitig auch eine nachhaltige Rendite erwirtschaften.