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Euro-Schein Verbot

Der größte aller Euro-Scheine wird bald abgeschafft, Experten sind jedoch der Ansicht, dass jede weitere Aktion in dieser Richtung unsere Entscheidungsfreiheit einschränkt. Denn wer mit Münzen oder Geldscheinen bezahlt, schützt seine Privatsphäre ebenso wie die Gesellschaft.

Die großen Euro-Scheine bringen Unannehmlichkeiten

Beim 500er kommt neben Besitzerstolz oft Angst vor dem Verlieren auf, daher haben ihn die meisten Verbraucher lieber sicher auf der Bank verwahrt. Dazu kommt, dass er sich im Alltag weitgehend als nutzlos erweist, denn beim Einkauf kann mit ihm nur selten bezahlt werden. Die Europäische Zentralbank will den 500-Euro-Schein nun abschaffen, weil er sich aus EZB-Sicht eher für kriminelle Aktivitäten eignet.

Das von den Regierungen wenig geliebte Bargeld schützt uns

Jetzt kommt natürlich die Frage auf, wie lange uns die anderen Euro-Scheine erhalten bleiben. Soll das Bargeld prinzipiell verschwinden und der 500er war nur der erste Schritt? Bargeld steht bei Politikern nicht sehr hoch im Kurs, denn die Bürger könnten damit Dinge tun, die sich den Behörden entziehen.

Längst gibt es Bargeldobergrenzen bei Auslandsreisen, auch sind die Auszahlungen an Bankautomaten schon lange begrenzt. Als Nächstes kommt die Begrenzung von Bargeschäften auf 5.000 Euro. Ohne Euro-Scheine würde laut einigen Wissenschaftlern das Wachstum wieder anziehen. Denn bevor das Geld auf dem Konto durch Negativzinsen dezimiert würde, würden die Bürger eher das Geld ausgeben – eine Form von Konsumzwang sozusagen.

Andere Euro-Scheine dürfen nur mit Einverständnis der Bürger aus dem Verkehr gezogen werden

Die verbleibenden Scheine schützen nicht nur die Privatsphäre, sie lassen sich auch zum Bezahlen im Restaurant verwenden. Zudem eignen sie sich für den Erwerb kleiner Geschenke und zum Übernachten ohne Kreditkartennutzung. Natürlich wächst das Online-Banking zunehmend und es werden immer mehr Kreditkarten verwendet. Aber die Älteren sind mit Bargeld aufgewachsen und wären ohne die Scheine möglicherweise hilflos.

Wenn Bargeld irgendwann einmal ganz abgeschafft wird, sollte dies ohne Zwang durch den Staat erfolgen. Erst dann, wenn sich die Bürger eines Landes in der Zukunft von sich aus mehrheitlich für bargeldlose Zahlungen entscheiden, kann darüber nachgedacht werden. Aber bis dahin sollte gelten: Die kleinen Scheine müssen bleiben.

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