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Börsentrends

Wenn Anleger Börsen-Trends 2016 auf der Spur sind, sollten sie insbesondere auf die Entwicklung der Gemeinschaftswährung, auf den Goldpreis, die Notierung von Erdöl und den Verlauf der Aktienkurse achten. Experten gehen in diesen Segmenten von langfristigen Tendenzen aus.

Trend 1: Der Euro

Die Fachleute vermuten, dass lediglich die EZB 2015 die Parität zum Dollar verhindert hat, indem sie ihre Geldpolitik weniger als erwartet lockerte. Insider erwarten für das neue Jahr, dass der Euro weiterhin unter Druck steht. Der Dollar soll hingegen von bereits getätigten und bevorstehenden Zinserhöhungen der Federal Reserve profitieren. Uneinigkeit besteht nur im Ausmaß kommender Kursverluste. Während einige den Euro bei 0,85 Dollar sehen, halten andere ein Absinken unter die Parität für unwahrscheinlich. Denn der amerikanischen Wirtschaft kann an einem schwachen Euro, welcher in einem starken Dollar resultiert, schon aus Exportgründen kaum gelegen sein.

Trend 2: Gold

Experten erwarten, dass der Goldpreis 2016 ein Opfer der US-amerikanischen Zinspolitik wird und weiter nachgibt. Zudem bringt die Investition in Gold keine Zinsen und eine Inflation, vor der Anleger sich damit schützen wollen, steht auch nicht im Raum. Die Notierung soll im laufenden Jahr unter die 1.000 Dollarmarke fallen, das vermuten jedenfalls die Fachleute.

Trend 3: Erdöl

Öl notiert aufgrund des globalen Überangebots derzeit bei weniger als 40 Dollar pro Barrel. Hintergrund ist der von Saudi Arabien ausgehende Preiskampf gegen die Rivalen USA und Russland. Langfristig werden in diesem Sektor wieder steigende Preise prognostiziert und zum Jahresende steht ein Barrelpreis von 60 Dollar in Aussicht.

Trend 4: Aktien

Die Profis gehen 2016 von einem Wirtschaftswachstum in der EU von bis zu zwei Prozent aus, dementsprechend sollen die Aktienkurse weiter steigen. Ähnlich positive Erwartungen bestehen für die Schwellenländer und die Vereinigten Staaten. Für Aktien werden weltweit steigende Notierungen vorhergesagt, eine Blase wird, den Expertenmeinungen folgend, bis auf Weiteres ausgeschlossen.

Fazit

Jeder dieser Trends birgt mehr oder weniger große Chancen. Gleichwohl sollten gerade Privatanleger bei Prognosen sehr vorsichtig sein. Denn es genügt oft ein unvorhergesehenes Ereignis, um all die Vorhersagen null und nichtig zu machen.

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