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Ferienhaus

Ferienimmobilien an der Nordsee oder im Alpenvorland sind gefragt und teuer. Daher suchen die meisten Interessenten in deutschen Mittelgebirgen und finden dort durchaus bezahlbare Objekte. Aber auch hier werden die Angebote knapp.

Küste und Alpen mittlerweile zu teuer

Seit den 90er-Jahren sind Ferienimmobilien an Nord- und Ostsee sowie in den Alpen sehr begehrt, insbesondere seit 2009 zogen dort die Preise überdurchschnittlich an. Wer etwa auf Sylt ein Ferienobjekt erwerben möchte, muss mit Quadratmeterpreisen von mehr als 13.000 Euro rechnen. Noch teurer sind die im Alpenvorland gelegenen Seen, hier sind Preise jenseits von 15.000 Euro pro Quadratmeter keine Seltenheit mehr. Diese Angebote liegen jedoch für immer mehr Verbraucher außer Reichweite, daher fokussieren diese jetzt bislang weniger beworbene Regionen.

Die Wiederentdeckung deutscher Mittelgebirge

Lange wurde der Schwarzwald nicht mehr als attraktive Urlaubsregion wahrgenommen. Die Kommunen reagierten darauf mit verbesserten Freizeitangeboten, die wieder mehr Touristen in die Gegend bringen sollten. Doch waren es in erster Linie die vergleichsweise niedrigen Preise für Ferienimmobilien, die wieder massiv Interessenten in das südliche Mittelgebirge zogen. Quadratmeterpreise zwischen 1.500 und 2.800 Euro überzeugen immer mehr private Investoren, die verstärkte Tourismusförderung schafft zudem Anreize.

Gleiches gilt für den Harz, hier werden außerdem neue Ferienimmobilien errichtet, Seilbahnen gebaut und Skigebiete mittels Schneekanonen gegen milde Winter abgesichert. Die Aktionen sorgen für mehr Interessenten und lassen auch rund um den Brocken die Nachfrage rasant steigen, obgleich die Bausünden der 70er-Jahre noch Hindernisse darstellen.

Altbauten gefragt

Ferienimmobilien im Schwarzwald oder im Harz erfreuen sich wieder anziehender Nachfrage. Nicht jedoch die vor 40 Jahren mit Miniapartments errichteten Hochhäuser. Die neuen Interessenten meiden die alten Anlagen und greifen stattdessen zu Neubauwohnungen oder zu restaurierten Altbauten. Und alte, liebevoll gestaltete Gebäude gibt es in den Mittelgebirgen besonders zahlreich. Gleichwohl führt auch hier die steigende Nachfrage zu höheren Preisen. Alt- und Neubauten steigern ihren Wert pro Jahr um fünf Prozent. Demnach ist es nur eine Frage der Zeit, bis sich das Preisniveau in den Mittelgebirgsregionen an dem von Nordsee und Alpenvorland annähert.

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